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Psychotherapie - Körperpsychotherapie - Atemtherapie - Psychotonik ... Psychotherapie Psychotherapie (griech. Heilen der Seele) " ... ist die nach einer allgemeinen und besonderen Ausbildung erlernte, umfassende, bewusste und geplante Behandlung von psychosozial oder auch psychosomatisch bedingten Verhaltensstörungen und Leidenszuständen mit wissenschaftlich psychotherapeutischen Methoden, ... mit dem Ziel, bestehende Symptome zu mildern oder zu beseitigen, gestörte Verhaltensweisen und Einstellungen zu ändern und die Reifung, Entwicklung und Gesundung des Behandelten zu fördern." * Psychotherapie kann auch in Kombination mit Medikamenten ausgeübt werden. Das bleibt jedoch ärztlichen Psychotherapeuten vorbehalten. * vgl. Psychotherapeutengesetz (PsychThG) 1999 Wer darf Psychotherapie anbieten ? Durch den Gesetzgeber ist festgelegt worden, wer Psychotherapie ausüben darf. Das sind in erster Linie entsprechend ausgebildete Fachärzte (Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Facharzt für Psychosomatik, Psychiater, Neurologe) sowie Psychologische Psychotherapeuten, die nach dem Studium der Psychologie eine entsprechende psychotherapeutische Ausbildung abgeschlossen und eine Approbation erlangt haben. Heilpraktikerin für Psychotherapie Alle anderen psychotherapeutischen Berufsgruppen müssen ihre in einer fachspezifischen Ausbildung erworbene Qualifikation, psychotherapeutisch arbeiten zu können, vor dem Gesundheitsamt nachweisen und erhalten nach bestandener Prüfung den Titel: "Heilpraktiker/in für Psychotherapie". Kostenübernahme Unabhängig von der jeweiligen Qualifikation des/der Therapeuten/Therapeutin werden in Deutschland nur wenige therapeutische Verfahren von der kassenärztlichen Vereinigung anerkannt, d.h. auch bezahlt. Das sind lediglich Psychoanalyse, Tiefenpsychologische Therapie und Verhaltenstherapie. Die Kostenübernahme für andere Verfahren bedürfen des Nachweises, dass in dem speziellen Fall keins der anerkannten Verfahren möglich ist. Einzelfallentscheidungen müssen mit den Krankenkassen ausgehandelt werden. Private Kassen und bestimmte Zusatzversicherungen mancher gesetzlicher Kassen gewähren anteilige Kostenübernahme. ... Körperpsychotherapie Köperpsychotherapie ist eine psychotherapeutische Methode, welche die Arbeit am und mit dem Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellt. Sie basiert auf der Überzeugung, dass Körper und Psyche eine untrennbare Einheit bilden. »Der
Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare«
Christian Morgenstern
Alles, was ein Mensch je erlebt, wird »verkörpert«, d.h. im Körper gespeichert. Jede Erfahrung, jedes Gefühl oder unterdrückte Gefühl hinterlässt Spuren und prägt sich im Körper ein. Somit ist das »Körperselbst« Träger des Wissens auch verborgener, der Erinnerung nicht zugänglicher Anteile. Fast alle Körperpsychotherapiemethoden sind tiefenpsychologisch orientiert und nutzen die Körperwahrnehmung als Möglichkeit, unbewusste psychische Prozesse aufzudecken, also ins Bewusstsein zu bringen. * Körperpsychotherapie arbeitet erfahrungsorientiert, was bedeutet, dass mit dem momentanen und vor allem körperlich empfundenen Erleben während des Therapieprozesses gearbeitet wird. Es wird, je nach Situation, mit Bewegung, Berührung, Achtsamkeits- und Körperbewusstseinsübungen gearbeitet. *vgl. Marlock/Weiss Handbuch der Köperpsychotherapie/U.Geuter "Wege zum Körper" 2005 ... Atemtherapie Atmung Von allen Körperfunktionen des Menschen ist der Atem am intensivsten mit allen anderen Ebenen des Menschen verknüpft. Jeder kleine Reiz, von außen oder innen kommend, verändert die Art und Weise zu atmen. Die Atmung reagiert sehr empfindlich und unmittelbar auf psychische und physische Veränderungen. Die Atmung ist die einzige Körperfunktion, die außerdem auch willentlich gesteuert werden kann, obwohl sie ununterbrochen unwillkürlich abläuft. Es bestehen mechanische und nervliche Wechselwirkungen zwischen der Atembewegung und zahlreichen Körperorganen und deren Funktionen; die Atembewegung beeinflusst die Herzfunktion und den Blutkreislauf, Sauerstoffversorgung, Kohlendioxidspiegel, Ionenkonzentration und damit den Stoffwechsel. Die Atmung beeinflusst auf der Ebene des Zentralnervensystems (auch) die Bewusstseinsvorgänge des Menschen und damit sein Empfindungs- und Gefühlsleben. Atemtherapie In der Atemtherapie wird das empfindliche Wechselspiel der unbewussten und bewussten Atmung und deren psycho-physischen Auswirkung berücksichtigt. Im Hinspüren und im bewussten Kontakt dazu werden die zugrundeliegenden psychischen Themen deutlich gemacht und psychotherapeutisch bearbeitet. Atemtherapie gehört zu den "alternativen Heilverfahren". Es wird, je nach Schule, mit Bewegungsübungen, spontanen Bewegungen, Achtsamkeits- und Körperbewusstseinsübungen sowie Berührung gearbeitet. Die hier relevanten atemtherapeutischen Arbeitsweisen sind solche, die den autonomen, sich selbst regulierenden Atem ansprechen. Im Unterschied dazu gibt es Ansätze, die den Atem lenken (Atemtechnik) bzw. ihn willentlich forcieren, um veränderte Bewusstseinszustände zu erreichen. |